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Dienstag, 21. Juli 2009

Wahlergebnis ist ein Votum für eine grüne Mitte

KOBLENZ. Im Gegensatz zu den Analysten der großen Volksparteien war für die BIZ das positive Abschneiden der so genannten Zentralplatzgegner keines Falls überraschend. Bestätigt sich doch im Wahlergebnis der BIZ, der in den über 20.000 gesammelten Unterschriften manifestierte Bürgerwille für eine grüne Mitte und gegen ein zweites Shoppingcenter am Zentralplatz. Lediglich in den Stellungnahmen der beiden OB-Kandidaten Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig (SPD) und Peter Labonte (CDU) war eine gewisse Würdigung des Wählervotums erkennbar. Deren daraus resultierende Bereitschaft zu Veränderungen der Zentralplatzplanung sind dabei bisher jedoch nur kosmetischer Natur.

Die Beschlussfassung des Koblenzer Stadtrates zum Bebauungsplan Nr. 3 "Zentralplatz und angrenzende Bereiche" wurde aus Sicht der BIZ bewusst aus Angst vor veränderten Mehrheitsverhältnissen drei Tage vor der Kommunalwahl durchgeführt.

Die BIZ sieht sich nicht nur durch ihr eigenes Wahlergebnis, sondern auch durch das gute Abschneiden der Grünen und der FDP darin bestätigt, dass die Bürgerinnen und Bürger eine Korrektur der bestehenden Beschlusslage zum Zentralplatz wünschen. Nämlich Schaffung des "Casino-Park" mit bedarfsgerechter städtebaulich sinnvoller Nutzung der Fläche, die sich am Bürgerwillen orientiert, d.h. begrünte Freifläche, Platzrandbebauung, generationsübergreifendes Wohnen in der Stadt und Marktgeschehen.

Dieser politischen Realität werden sich auch die Volksparteien nicht verschließen können, zumal alle Entscheidungen mit großer finanzieller Langzeitwirkung angesichts der nunmehr gesetzlich verankerten "Schuldenbremse" auf den Prüfstand gehören. Dies gilt in besonderem Maße für die Stadt Koblenz, die nach Auskunft der ADD Trier in allen Planungsjahren gegen die gesetzlichen Haushaltsausgleichsgebote verstößt und eine dauernde Leistungsfähigkeit auf unabsehbare Zeit nicht aufzuweisen vermag.

Für Stephan Wefelscheid, Vorsitzender und neu gewählter Stadtrat der BIZ Koblenz e.V., ist daher klar: "Politische Fehlentscheidungen können und müssen politisch korrigiert werden." Die BIZ hofft, dass die großen Volksparteien das Votum des Wählers respektieren und nicht nur mit der BIZ, sondern auch mit den Grünen und der FDP die Zentralplatzfrage politisch neu angehen werden. "Für Gespräche steht die BIZ den Vertretern von CDU, SPD und FBG jederzeit zur Verfügung" so Alexander Schöne, stellvertretender Vorsitzender der BIZ Koblenz e.V.

(Pressemitteilung BIZ Koblenz e.V.)

Freitag, 5. Juni 2009

Casinopark: Name soll an Tradition erinnern


Anstelle eines Shopping-Centers will die Bürgerinitiative "Zukunft für Koblenz" (BIZ) einen "Casinopark" auf dem Zentralplatz. Über den Namen wurde zuletzt mehrfach gerätselt.

Die BIZ Koblenz hat sich als Alternative zur Bebauung des Zentralplatzes [...] einen von ihr favorisierten Architektenentwurf zu eigen gemacht, bei dem es sich vor allem um eine Begrünung des Zentralplatzes mit lockerer Randbebauung zur Wohnbelebung der Koblenzer Innenstadt handelt. Die BIZ hat für dieses Projekt den Namen "Casinopark" aus stadthistorischen Gründen gewählt. Es handelt sich also hierbei, wie manche vermuten, nicht um Anspielungen auf Zeiterscheinungen, wie zum Beispiel "Casinokapitalismus". Jeder historisch informierte Koblenzer Bürger wird wissen, dass im Bereich des Zentralplatzes seit 1827 bis zur Kriegszerstörung das Haus der Koblenzer Casinogesellschaft mit Baumbepflanzung und Außengastronomie gestanden hat. Mit dem Namen "Casinopark" möchte die BIZ vor allem an die Tradition dieser liberalen Vereinigung städtischen Bürgertums, die bis heute besteht, erinnern, und an den Ort, an dem schon einmal parkähnliche Anlagen bestanden haben. [...]

Michael Winter, Kandidat der BIZ, Koblenz

(Leserbrief, Rhein-Zeitung, Lokalteil Koblenz, Ausgabe 05.06.2009)
Montag, 25. Mai 2009

Koblenz-Ehrenbreitstein / „Bei Wahl berücksichtigen“

Die Meldungen von Kommunalpolitik und Verwaltung über die unmittelbar bevorstehenden Verbesserungsmaßnahmen rund um den Kapuzinerplatz bleiben nicht ohne Widerspruch.

Nach langen Verzögerungen wurden in Ehrenbreitstein 2002 die Hochwassereindeichung fertiggestellt und die sehnlichst erwartete Umgehungsstraße 2005 eingeweiht. Seit dieser Zeit wurden weder die unter der Ständerstraße geschaffenen circa 160 Parkplätze eröffnet, noch ist der Ausbau der Hofstraße und des Kapuzinerplatzes vorangekommen.

Wenn man nun liest, dass erst bis zur Buga 2011 diese Maßnahmen sowie der seit über acht Jahren in der Diskussion befindliche Lärmschutz durchgeführt werden sollen, so ist das für den Stadtteil ein Skandal und nicht nachvollziehbar.

Wie soll eine vernünftige Sanierung und Vitalisierung Ehrenbreitsteins erfolgen, wenn solche essenziellen Maßnahmen so verzögert werden und die Bevölkerung hingehalten wird? Ungeheuerlich ist die Behauptung von bestimmter Seite, dass die Schuld für die Verzögerungen nicht das Versagen der Politiker und der Verwaltung (Zitat: "Technische Probleme") seien sondern "lange nachbarschaftliche Abstimmungsprozesse, die die ausführungsreife Planung lange unmöglich machten."

Hier wird bewusst von einigen Kommunalpolitikern versucht, die eigenen Unzulänglichkeiten und Versäumnisse durch Unwahrheiten auf die Anlieger abzuwälzen. Gerade die Anlieger und Nachbarn der Parkgarage haben ein elementares Interesse an der schnellen Eröffnung der Parkplätze und dem zügigen Ausbau der Hofstraße. So sollten Politiker und die Verwaltung nicht mit den Bürgern umgehen.

Ich hoffe nur, dass die Einwohner dies bei der anstehenden Kommunalwahl berücksichtigen.

Dr. Joachim Kneis, Anlieger der nicht eröffneten Parkgarage und Mitglied der BIZ

(Leserbrief Rhein-Zeitung, Lokalteil Koblenz, Ausgabe vom 25.05.2009)

BIZ will Großen das Süppchen versalzen

Rhein-Zeitung Koblenz | Presseartikel vom 22. Mai 2009 --- Kommunalwahl ---

Dr. Michael Gross
Sieben Listen treten zur Kommunalwahl in Koblenz an. In einer Serie stellt die RZ die Spitzenkandidaten vor. Wer sind sie, was wollen sie, wofür steht ihre Partei oder ihre Initiative? Und: Was kochen sie? Denn um die Politiker richtig kennenzulernen, hat die RZ sie an den Herd gebeten. Den Anfang macht Dr. Michael Gross von der Bürgerinitiative "Zukunft für Koblenz" (BIZ).

KOBLENZ. Nach Spargel riecht es in der Küche von Dr. Michael Gross. Spargelsuppe und Garnelen: die Vorspeise auf der Karthause. Er kocht nicht oft, erzählt Gross, hat sich daher tatkräftige Unterstützung von Tochter Anja erbeten. Und das geht auch unproblematisch, wohnt der 58-Jährige doch gemeinsam mit ihr unter einem Dach. "Das mit dem Kochen stimmt gar nicht", protestiert Enkel Nicolas (8). Opa kaufe immer die besten Steaks. Gross: "Kaufen ja, kochen nein."

Servieren aber sehr wohl. Erster Gang: Spargelsuppe mit Garnelenspießen. Dazu gibt es einen trockenen Riesling - und eine Erklärung dafür, wie aus dem Fraktionsvorsitzenden der FDP der Spitzenkandidat der BIZ wurde. Von der Landes-FDP sei er blockiert, in seiner Arbeit als Fraktionschef nicht unterstützt worden. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass in den etablierten Strukturen das bürgerliche Engagement, wie ich es mir vorstelle, nicht möglich ist."

Der Wille, sich zu engagieren, war aber gerade die Triebfeder für den Weg in die Politik. "Im Jahr 2000, als mein Enkel geboren wurde", sagt Gross mit Blick auf Nicolas - der Suppe isst, aber ohne Garnelen. Liberale Ideen, liberale Partei: Das hat für den Mediziner lange funktioniert. Nach der Bundestagskandidatur 2002 zog er 2004 in den Stadtrat ein. "Am Freitag, den 13. Juni." So genau weiß er das noch, weil er exakt 35 Jahre zuvor gegenüber dem Rathaus im Görres-Gymnasium sein Abitur abgelegt hatte - ebenfalls an einem Freitag, den 13. Juni. 2006 wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, 2008 dann sogar Fraktionschef. Doch vor allem beim Thema Zentralplatz habe er immer mehr gemerkt: "Die FDP ist ein Ableger der Mainzer Interessen."

Zweiter Gang: Lachssteak mit Rosmarinkartoffeln und Mangold. Enkel Nicolas, übrigens genau wie Opa erklärter TuS-Fan, ist satt, spielt im Haus. Der enge Kontakt mit seiner Familie, seinen drei Töchtern, zwei Enkeln, aber auch seiner geschiedenen Frau ist dem Mediziner besonders wichtig. Auch dort gilt für ihn die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe. "Man muss Rahmenbedingungen schaffen, damit die Kinder sich entfalten können." Gross ist zugleich Psychotherapeut und Facharzt für Allgemeinmedizin, hat seit 29 Jahren eine eigene Praxis.

Und heilen würde er auch gerne viele Entwicklungen in der Stadt, die sich besonders deutlich am Beispiel Zentralplatz, aber nicht nur dort zeigen. "Im Stadtrat wird die Lebensqualität einer Kommune bestimmt." Aber der Koblenzer Rat habe leider den Kontakt zur Basis verloren. Bei den Plänen für den Zentralplatz werde der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung ignoriert - deswegen wolle Gross auch die Mehrheit im Rat nicht anerkennen.

Insgesamt will er mit der BIZ vor allem für transparente, nachvollziehbare Entscheidungen stehen, für eine Beteiligung der Bürger, für eine Konsolidierung der kommunalen Finanzen - und für Investitionen in Bildung, Umwelt und erneuerbare Energien, gerade in Zeiten der Krise. "Wir sind die einzige Opposition, die einzige echte Alternative", gibt sich Gross beim abschließenden Kaffee kämpferisch. Und auch wenn am 4. Juni - kurz vor der Wahl - die Mehrheit im Rat versuche, am Zentralplatz Fakten zu schaffen, seien längst nicht alle Mittel ausgereizt. "Für uns heißt das: Jetzt erst recht."
Freitag, 15. Mai 2009

Zentralplatz: Ohne Baurecht noch lange kein Baubeginn

KOBLENZ. Wie der aktuellen Presse zu entnehmen ist, haben die Stadt, das Land und die Investorengruppe die Verträge zum Zentralplatz unterzeichnet. Aus gegebenem Anlass weist die BIZ darauf hin, dass die Unterzeichnung der Verträge jedoch noch lange nicht ausreicht, den
Investoren den Weg für das Bauprojekt auf den Zentralplatz freizumachen.

Für die Erteilung einer notwendigen Baugenehmigung bedarf es einer weiteren Stadtratsabstimmung, nämlich des Beschlusses über den Bebauungsplan.

Die vielen Eingaben im Rahmen der Bürgerbeteiligung nach § 3 BauGB müssen zuvor noch beschieden werden. Demnach scheint es völlig offen, wann und ob überhaupt entsprechendes Baurecht gesetzt werden wird bzw. gesetzt werden kann.

Dass der Zentralplatz in der von ECE/Strabag gewollten Form nicht mehr rechtzeitig zur BuGa fertig werden kann ist inzwischen sicher. So mit gibt es eigentlich keinen zwingenden Grund mehr, Entscheidungen betreff des Platzes noch vor dem Ausgang der Kommunalwahl durchzudrücken. Es sei denn man fürchtet den Willen der Bürger und entsprechend veränderte Mehrheitsverhältnisse im neuen Rat, die dann vielleicht ein solches Projekt ablehnen.

Die Mehrheit der derzeitigen Ratsmitglieder kann ihre Ignoranz gegenüber den Koblenzer Bürgern kaum noch steigern, wenn jetzt der Versuch unternommen wird, kurz vor dem Wahltermin am 7. Juni das Zentralplatzprojekt mit Gewalt durchzupressen – gegen den bekanntermaßen mehrheitlichen Bürgerwillen und ohne den Prozess einer sorgfältigen Abwägung der einzelnen Interessen (Bürgerbeteiligung). Die Wähler sollte somit genau hinschauen, welche Ratsmitglieder und welche Partei den Plänen des OB und der Investoren zustimmt und wer nicht – das Verhalten im Stadtrat sollte er nicht ignorieren.

Es ist noch nicht zu spät – entgegen allen Suggestionsversuchen – das Baurecht kann noch nicht gesetzt werden. Solange sind die Unterschriften unter den Zentralplatzverträgen die Tinte nicht wert. Am 7. Juni ist Zeit für eine demokratische Abstimmung: Shopping Center oder Casino-Park? Der Wähler hat dann die Wahl wie der Zentralplatz in Zukunft aussehen soll.

(Pressemitteilung BIZ Koblenz)

Montag, 30. März 2009

BIZ Bürgerinitiative will Zukunft von Koblenz mitgestalten


 

KOBLENZ. Die BIZ Bürgerinitiative - Zukunft für Koblenz e.V. bewirbt sich mit einem Kompetenzteam für den nächsten Stadtrat.

Auf der Grundlage der Prinzipien Transparent – Bürgernah – Sachlich verabschiedete die Mitgliederversammlung am 25. Mrz. 2009 mit großer Mehrheit die "10 Punkte für Koblenz". Für die Schlüsselthemenfelder der Kommunalpolitik wurden somit übersichtlich und prägnant die Leitlinien gefasst, mit denen sich die BIZ mit einer eigenen Liste für den nächsten Koblenzer Stadtrat bewirbt.

Insgesamt 27 Koblenzer Bürger, darunter viele bekannte Koblenzer Persönlichkeiten, werden als Kandidaten auf der eigenen Liste der BIZ geführt.

Angeführt wird die Liste von den erfahrenen Ratsmitgliedern Dr. Michael Gross (Themenfeld Haushalt, Schule, Soziales) und Paul Henchel (Themenfeld Bauwesen, Kultur, Stadtentwicklung) - beide wurden mit jeweils 100 Prozent der Stimmen gewählt - gefolgt vom Vorsitzenden des Vereins BIZ Koblenz e. V., dem Rechtsanwalt Stephan Wefelscheid (Themenfeld Recht, Haushalt, Sport). Monika Hömberger nimmt Platz vier ein und repräsentiert insbesondere die Themenbereiche Frauen, Soziales und Integration. Auf den weiteren Listenplätzen folgen: Edgar Kühlenthal (stellvertretender Sprecher der BI Zentralplatz, Themenfeld Wirtschaftsföderung, Stadtentwicklung, Haushalt), der Kieferorthopäde Dr. Joachim Kneis (Themenfeld Kultur, Stadtentwicklung), Bernd Wefelscheid (Vorstandsmitglied der BIZ Koblenz, Themenfeld Finanzen, Eigenbetriebe, Gesellschaften), Detlef Fussinger (Vorsitzender der BI Horchheimer Brücke, Themenfeld Sport, Tiere), Stefan Bernhard Mies (BI Zentralplatz, Themenfeld Verkehr, Jugend, Nachhaltigkeit) sowie dem Zahnarzt Dr. Fritz Eckhardt (Themenfeld Soziales, Gesundheitswesen).

Es folgen auf den Plätzen 11 bis 27: Prof. Dr. Elmar Schlichm, Dr. Dieter Brambring, Christiane Wefelscheid, Hans-Jürgen Hömberger, Gudrun Kühlenthal, Ingo Waibel, Barbara Henchel, Gabriele Wefelscheid, Dr. Michael Winter, Heinz-W. Anspach, Anja Gross-Kölsch, Karl Josef Schaefer, Egbert Bialk 

In den 10 Punkten für Koblenz wurden vor allem Transparenz in der politischen Arbeit des Stadtrates, mehr Teilhabe der Bürger an politischen Entscheidungen sowie die Konsolidierung der kommunalen Finanzen gefordert. Wichtige Entscheidungen und Leitlinien in den Themenfeldern "Personal, Verkehr, Kultur und Bildung, Förderung der heimischen Wirtschaft, Soziales und Integration, Energie und Umwelt" sind ebenfalls Inhalt der 10 Punkte für Koblenz. 

Nachdem von der Mitgliederversammlung die Sachthemen, die Kandidaten und die Kompetenzfelder festgelegt wurden, geht es nun darum, mindestens 230 sog. "Unterstützungsunterschriften" zu sammeln. Erst bei Vorlage dieser Unterschriften, die ausschließlich von wahlberechtigten Koblenzer Bürgerinnen und Bürgern erfolgen dürfen, sind die Voraussetzungen für den Antritt der BIZ zur Kommunalwahl gegeben.

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